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Glossar: Caritas

Befähigungsinitiative

Die Befähigungsinitiative der Caritas in Deutschland war eine verbandsweite, auf drei Jahre angelegte Initiative (2006-2008), die ihren Beitrag für bessere Start- und Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen leistete.

Die Caritas nahm sich mit ihrer Befähigungsinitiative selbst in die Pflicht. Sie schuf im Verband Strukturen, um Kinder, Jugendliche und junge Menschen gezielter zu fördern. Mit ihrer Befähigungsinitiative wand sich die Caritas auch an die Öffentlichkeit.

Mach dich stark für starke Kinder

Mit diesem Slogan warb die Caritas in Deutschland für Kinder und Jugendliche. Und besonders für die benachteiligten unter ihnen. Die Befähigungsinitiative der Caritas gab ihnen Startchancen. Denn sie hatte das Ziel, die Zukunftschancen von Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Kinder und Jugendliche haben ein unglaubliches Potenzial an Fähigkeiten, Kreativität, Phantasie und Begabungen. Es ist wichtig, all dies wertzuschätzen. Kinder und Jugendliche brauchen die Anerkennung und Förderung ihrer Fähigkeiten. Jeder Einzelne kann dazu beitragen, ihre verborgenen Talente zu fördern.

Warum gab es die Befähigungsinitiative?

Der Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung von 2005 hat die Caritas alarmiert. Denn über 1,5 Millionen Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren lebten damals in Deutschland auf Sozialhilfeniveau. Über 12 Prozent der jungen Menschen unter 25 waren arbeitslos und 15 Prozent hatten keine Berufsausbildung.

Die Caritas engagierte sich deshalb verstärkt in den Bereichen Erziehung, Bildung, Betreuung, Ausbildung und Beschäftigungsförderung. Die Caritas hat deutschlandweit über 12.000 Einrichtungen im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe. Unter anderem werden Jugendliche für den Berufseinstieg qualifiziert und begleitet. Die Caritas bietet Ganztagsbetreuung an Schulen durch Hausaufgabenhilfe und Angebote, die die Sozial- und Alltagskompetenzen stärken. Durch Sport- und Theaterangebote, Computer- und Sprachkurse stärkt die Caritas Jugendliche in ihrem Selbstwertgefühl. Die Zukunft und individuelle Entwicklung von Kindern und Jugendlichen darf nicht von ihrer sozialen Herkunft bestimmt sein.

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