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Stand: 23.11.2017

Caritas FRG

Verband

Immer mit Herz & Verstand!

50 Vertreter waren zur diesjährigen Jahresversammlung des Kreis-Caritasverbandes Freyung-Grafenau e.V. gekommen.

"In der Spitze hatten wir 124 Plätze zu versorgen", informierte Geschäftsführer Josef Bauer in seinem Bericht.

Im Augenblick haben im Landkreis 84 junge Menschen in den Caritas- Einrichtungen St. Benedikt (Mauth), St. Vito & St. Valentin (bd. Schönberg) und dem Christophorus Haus (Waldkirchen) eine neue Heimat gefunden. Im Christophorus Haus ist auch die Clearing - & Inobhutnahmestelle des Landkreises untergebracht. Auch in seinen geistlichen Worten erinnerte Dekan Kajetan Steinbeißer an das wohl drängendste Problem unserer Zeit: "Längst ist der Krieg, die Gewalt auch bei uns angekommen. Es liegt an uns, den Frieden zu suchen und wieder in unsere Mitte zu finden", mahnte der geistliche Beirat der Kreis-Caritas.

Doch nicht nur das Thema "junge Flüchtlinge" begleitete den katholischen Sozialverband. Auch der Bereich JAS (Jugendsozialarbeit an Schulen) und den Angeboten der Ganztagsschulen hat noch einmal kräftig bei den Zahlen für neue Mitarbeiter zu Buche geschlagen. "Das alleine zeigen die Umsätze", so der Caritas Chef. Dort sei man nun im 6stelligen Bereich. Gestartet hatte man bei gerade einmal 25.000 Euro Jahresumsatz. Ein wichtiger Bereich um christliche Wertvorstellungen in den "Lebensraum Schule" hineinzutragen. Neu in der Caritasfamilie FRG sind seit letztem Jahr die Ganztagsschulen an der MS Probst-Seyberer-Schule (Grafenau) und dem Förderzentrum (Waldkirchen). "Umbrüche und Zuwächse prägten dieses entscheidungsreiche Jahr", brachte es Max Niedermeier (Vorsitzender KCV) auf den Punkt. "Es galt vorausschauende Konzepte zu entwickeln!" 

Stehen ums Flammenkreuz (von links): Brigitte Osterer, Kajetan Steinbeißer, Renate Cerny,Josef Bauer, Irene Hilz , Alexandra Aulinger-Lorenz, Max Niedermeier, Dr. Michael Bär.

Mit nun mehr als 430 Mitarbeitern zählt der Caritasverband FRG zu einem der größten Arbeitgeber im Landkreis, "hinzu kommen noch etwa 300 Kräfte mit Aufwandsentschädigung". Erstmals hat im abgelaufenen Berichtsjahr der Verband die 15 Millionen - Umsatzmarke "gerissen". Dieses überaus gute Ergebnis wird sich aber in den Folgejahren nicht aufrechterhalten lassen, vermutete Josef Bauer: "Denn die Bilanz 2015 ist primär auf die aktuellen sozialpol. Entwicklungen zurückzuführen. Jedoch hat der Verband von jetzt an keine Verbindlichkeiten mehr zu bedienen. Und damit können wir heute ein sehr stabiles Verhältnis in den Finanzen vorlegen!" In 2015 konnten auch beim Schulbau endlich Einigung mit der öffentlichen Hand gefunden werden: Den Ausschreibungen ab 2017 für den Neubau im Sport- und Außenbereich stünden nichts mehr entgegen. Auch in Sachen Verbandssatzung ist der Kreisverband nun ein gutes Stück weiter - nach 9 Jahren Diskussion. Für die nächste Versammlung ist man sich sicher, dann die auf moderne Gegebenheiten angepassten Statuten präsentieren zu können.
Dass so weitreichende Strukturerweiterungen nicht immer problemlos über die Bühnen gehen wurde auch von der stellv. Landrätin Renate Černy, aufgegriffen: "Da wird es immer unterschiedliche Meinungen geben", meinte Černy, die auch in der Caritas FRG Vorstandsmitglied ist. "Aber es geht allen darum, einen gemeinsamen Nenner zu finden!" Im Namen des Landkreises bedankte sie sich für die konstruktive Zusammenarbeit, die immer von "Herz und Verstand bestimmt ist!". Domdekan und 2. Vorsitzender im Diözesan-Caritasverband, Dr. Michael Bär, griff diesen Dank auf: "Ein großes ‚Vergelt´s Gott!‘ dem größten und wohl umfänglichsten Kreisverband in der Diözese für den partnerschaftlichen und schnellen Einsatz. Es zählen nicht die Zahlen, sondern das Engagement. Entscheidend ist das ‚Caritasherz‘! Dadurch erst bekommt unser Handeln vom Glauben her einen Sinn und damit die Aussicht auf Erfolg!"
Abschließend machte die stellv. KCV-Vorsitzende Irene Hilz auf ein besonderes Jubiläum aufmerksam: In diesem Jahr feiert die Caritas Kinder- & Jugendstiftung FRG (KIJU) das 10jährige Bestehen. Seit 2006 steht die KIJU Kindern, Jugendlichen und deren Familien bei akuten Notfällen bei. Die KIJU-Vorsitzende Hilz gab einen kurzen Überblick über Neuerungen und Ziele im Stiftungsgeschehen: "Nach einer Konsolidierungsphase wollen wir nun verstärkt ein stärkeres Spenden- und Sponsoring-Aufkommen generieren. Wir werden ja zunehmend bei akuten Schieflagen in den Familien angefragt." Neu ist neben dem Internetauftritt (www.kiju-frg.de) und dem Stiftungsflyer auch das Antragsverfahren bei Projekten: "In Zukunft werden keine eigenen KIJU-Projekte mehr durchgeführt. Förderanträge für Initiativen sind nunmehr leicht online abrufbar." 
- cmg
Bildunterschrift:
jhv.jpg: 50 Vertreter kamen zur diesjährigen Jahreshauptversammlung in die Aula der Caritasschule St. Elisabeth. Hier erhielten sie das Betriebsergebnis 2015 aus erster Hand und hatten Gelegenheiten auch einmal genauer nachzufragen.
Vorstand.jpg: Standen Rede und Antwort zur diesjährigen Jahreshauptversammlung. Auch wenn es durchweg nur Positives zu vermelden gab, mahnte das Management zur Besonnenheit (v.li.): Vorstandsmitglied Brigitte Osterer, geistlicher Beirat Dekan Kajetan Steinbeißer, Renate Cerny (stellv. Landrätin und Vorstands-mitglied), Geschäftsführer Josef Bauer, Irene Hilz (stellv. KCV-Vorsitzende), Alexandra Aulinger-Lorenz, Vorsitzender der Caritas FRG, Max Niedermeier und Domdekan Dr. Michael Bär.

 

 

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