Ergänzung familiärer Erziehung / Ziele und Aufgaben

GANZHEITLICHE FÖRDERUNG

In diesem Rahmen bietet der Hort den Kindern einen Lebensraum, die Welt kennenzulernen und sich in konkreten Situationen jetzt und in Zukunft zurechtzufinden. Er unterstützt das Kind bei der Entwicklung zur kritikfähigen und eigenständigen Person.
 

 

Hort 1

Entwicklungsbedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten des einzelnen Kindes
in der Einrichtung

 

Die Kinder haben das Recht, eigene Spielaktivitäten und Freunde zu suchen, Rückzugsmöglichkeiten aus der Gruppensituation (räumlich und zeitlich) zu nutzen,  gemeinsame Tätigkeiten in der Gruppe zu wählen. Wichtig für die Entwicklung der Kinder ist, dass die Grundbedürfnisse befriedigt werden:

  • Vertrauen und Geborgenheit
  • Wärme und Schutz
  • Zuneigung erfahren
  • gebraucht werden
  • Anerkennung finden 

 

Hort2

Soziale Kontakte untereinander und zwischen Kindern und Erwachsenen

 

Mit dem Eintritt der Kinder in die Schule bzw. in den Hort eröffnet sich eine erweiterte Erfahrungswelt die neue Anforderungen stellt. Die Beziehung zu den Eltern verändert sich mit der Entwicklung von Freundschaften und den neu hinzugekommenen Bezugspersonen (Lehrer und Erzieher).

 
 
 

Bedürfnisse und Ansprüche der Kinder

 Im Gruppenleben:

  • Sich einer Gruppe zugehörig fühlen
  • Freundschaften erleben
  • Anerkennung finden
  • Sich mit Anderen auseinandersetzen
  • Konflikte austragen
  • Eigene Grenzen erfahren und damit umgehen lernen
  • Gemeinsamkeiten erleben
  • Füreinander da sein
  • Regeln entwickeln
  • Aufgaben übernehmen - Hortsprecher

 

Hort3

In Beziehungen:

  • feste Bezugspersonen
  • Verlässlichkeit
  • Erwachsene, die Geduld, Zeit und Verständnis haben
  • Orientierungshilfen
  • Vorbilder
  • Besucher (Freunde, Klassenkameraden, ehemalige Hortkinder, Geschwister)

  

 

Hort4

    Angebote und integrative Förderung in
    verschiedenen Entwicklungsbereichen

 

Wir versuchen alle Sinne der Kinder anzusprechen, um somit eine ganzheitliche Förderung zu erzielen. Hierzu stellen wir Materialien und Erfahrungsfelder bereit. Erfahrungsmöglichkeiten stehen den Kindern innerhalb und außerhalb der Einrichtung zur Verfügung:

 

  • Verschiedene Tisch- und Bewegungsspiele
  • Umgang mit Räumen (Ecken, Nischen) und Materialien
  • Förderung der sprachlichen Entwicklung
  • Bewegungsmöglichkeiten
  • Sozialverhalten
  • Selbständigkeit
  • Kreativität, Ästhetik und Phantasie
  • Selbstvertrauen
  • Lebensorientierung
  • Religiöse Erziehung
  • Umwelterziehung

 
 

 
  

FREIZEITGESTALTUNG

Freizeit1

Zu den Leistungsanforderungen der Schule schafft der Hort am Nachmittag einen Ausgleich. Die Kinder wählen selbst ihre Sozialpartner und ihre Aktivitäten und haben die Möglichkeit, sich von der Großgruppe abzugrenzen.​​

 

 

In der Schule wird vom Kind Konzentration und Rücksichtnahme verlangt und sein Tun bestimmt. Wir versuchen hier am Nachmittag einen Ausgleich zu schaffen, unseren Kindern die Möglichkeiten zu bieten sich abzugrenzen und selbst den Partner und die Aktivität zu wählen.

Der Drang nach Abendteuer und Entdeckung ist vorrangig. So werden im Hort und außerhalb, Räume und Angebote geschaffen, die diesen Bedürfnissen entsprechen (auch ohne die "direkte" Aufsicht des Erziehers).

Einen großen Teil ihrer wochentags nur knappen Freizeit gestalten die Schulkinder in einer von uns vorbereiteten Umgebung in eigener Regie (Musik hören, Lesen, Gesellschaftsspiele, Legotechnik, Tischtennis, Kickern, faulenzen, Gespräche usw.)

Freizeit2

Einige Kinder gehen nachmittags ihren persönlichen Interessen nach (Fußball, Theater, Karate, Gymnastik, Kommunion- und Firmunterricht, Schwimmen usw.). Um den Erlebnisbereich der Kinder zu erweitern, werden häufig Angebote speziell im Feriendienst und am Freitag gemacht, da an diesen Tagen keine Hausaufgabenbetreuung stattfindet. Angeboten wird: Schlittschuhlaufen, Schlittenfahren, Schwimmen, Besuche von Museen,  Wanderungen, Feste feiern, Umweltbegegnungen, größere Gesprächskreise, töpfern, kochen, Ausflüge in der näheren Umgebung, Abschlussausflüge wie der Besuch der Tiergärten in Nürnberg, Straubing und München, der Westernstädte in Poing und Eging am See, der Bavaria - Filmstudios
 in München.  

Freizeit3

Angebote dieser Art werden gemeinsam mit den Kindern ausgewählt, geplant, organisiert, erprobt und erlebt.

Die Teilnahme ist freiwillig.

 

HAUSAUFGABENBETREUUNG

Der Hort bietet Hilfestellung zur Hausaufgabenerledigung. Damit ist nicht Nachhilfeunterricht gemeint, sondern individuelle Hausaufgabenhilfe. Dem sozialpädagogischen Ansatz entsprechend lernen Kinder, die Zeit zu strukturieren und in Selbstbestimmung und Verantwortung ihren Pflichten nachzukommen.

 

Hausaufgabenbetreuung1

Ein wichtiger Bestandteil der Hortarbeit ist die Hausaufgabenbetreuung.
In den Hausaufgabenräumen können die Kinder in ruhiger Umgebung am eigenen Arbeitsplatz ihre Schularbeiten erledigen. Sie sollen lernen, ihre Aufgaben so selbständig wie möglich zu erledigen, bekommen aber von den Betreuern dort wo es nötig ist, die erforderlichen Hilfestellungen. Emotionale Zuwendung, Beachtung und Wertschätzung des Kindes sollen Selbstbewusstsein schaffen und die Motivation beim Lernen unterstützen. Die schriftlichen Hausaufgaben werden im Hort auf Vollständigkeit und ordentliche Ausführung kontrolliert. Die nicht im Hort erledigten Schularbeiten, wie z. B. das Lernen und Vorbereiten für die nächste Schulstunde oder Probearbeiten müssen noch zusätzlich zu Hause
ausgeführt werden. Es ist für uns manchmal recht schwierig, da die Kinder verschiedene Klassen und Schulen besuchen und jedes Kind andere Aufgaben erledigen muss.
Bei der Hausaufgabenbetreuung stehen wir im Interessenkonflikt zwischen dem Wohl des Kindes, den Anforderungen der Eltern und dem Leistungsdruck der Schule.

 
 

Wir sind keine Nachhilfeeinrichtung, sondern ein Hort!

 

 

Nachhilfe

Bücherstapel

Wir können und wollen keine Nachhilfe leisten!
Aus folgenden Gründen können wir den Erwartungen mancher Eltern und einiger Lehrer nicht gerecht werden:

  • Die von uns geleistete Hausaufgabenbetreuung erfolgt in Gruppen. Für Nachhilfeunterricht ist jedoch Einzelbetreuung zwingende Voraussetzung.
  • Absolute Ruhe und Abgeschlossenheit können wir nicht anbieten.
  • Die Zeit, die für das Machen der Hausaufgaben zur Verfügung steht, ist knapp bemessen, da wir den Kindern genügend Zeit zum Spielen und Entspannen einräumen müssen. Außerdem ist es den Kindern auch nicht möglich, sich über diese Zeit hinaus vernünftig zu konzentrieren.

 
 

Pädagogik 

Professor

Pädagogisch, sozialogisch,
psychologisch, axiologisch,
effizient, gesellschaftskritisch,
Feedback, psychoanalytisch,
soziometrisch und statistisch,
kategorial, linguistisch,
microteaching, affektiv,
input, output, kognitiv,
Validierung, Friktionen,
Status, Innovationen,
endogen und exogen,
quaestiv, Basisphaenomen
usw. no fünf stund...
D´Pädagogen san scho Hund!
Da wird alles programmiert,
und de Schui, de lauft wia gschmiert,
technologisch recht beachtlich
alles superwissenschaftlich,
padagogisch wunderbar,
wenn net bloß des oane waar:
Bei all dem ham ma unterdessen
leider d`Kinder ganz vergessen.
 

  
 

ZUSAMMENARBEIT

Den Kindern gibt eine kontinuierliche und gute Zusammenarbeit von Eltern, Erzieherinnen und Lehrern Sicherheit und Geborgenheit. Die Mitarbeiterinnen sind bemüht, in Erziehungsfragen und in Problemsituationen gemeinsam mit den Eltern nach Lösungen zu suchen.

​ 

 

Zusammenarbeit1

Ziele und Formen der Zusammenarbeit mit den Eltern

 

Bei der Anmeldung wird ein intensives Gespräch mit den Eltern geführt, bei dem alle wichtigen Informationen bzw. Informationsmaterial (z.B. Hortordnung, Hortvertrag) ausgehändigt werden.
Die Eltern werden angeregt, ausführlich über die Vorgeschichte (Anamnese) der Kinder zu berichten.
Der Hort steht im Gefüge zwischen Elternhaus und Schule. Eine intensive Zusammenarbeit mit den Eltern ist deswegen sehr sinnvoll; um sich gegenseitig kennen zu lernen, Vertrauen aufzubauen, Kontakte zu pflegen und die Erziehungsziele abzustimmen.
Die häufigste Form des Kontaktes mit den Eltern ist das "Tür- und Angelgespräch" beim Bringen und Holen der Kinder.
Das reicht aber oft nicht aus, so dass ein persönliches Gespräch ohne Kind für Erzieherinnen und Eltern wichtig werden kann. Dies geschieht durch telefonische oder mündliche Vereinbarung und wird flexibel gehandhabt.
Jedes Einzelgespräch wird im Team vor- und nachbereitet.
Wir haben festgestellt, dass sie oft durch diesen persönlichen Kontakt die Scheu vor der Erzieherin verlieren und somit auch die Möglichkeiten haben, bisher nicht geäußerte Kritik, offen Fragen oder Bitten zu äußern, wir z. B. Besuch der Lehrersprechstunden, Wahrnehmen verschiedener Termine (z. B.  Erziehungsberatung, Vereine, Tischgruppen).
Eltern und Hortfachkräfte stehen zueinander in einem Verhältnis der Erziehungspartnerschaft, deshalb bemühen wir uns Elternabende nach den Bedürfnissen der Eltern auszurichten und ihnen die Möglichkeit zu eröffnen, aus der Perspektive der Erzieherin etwas über das Kind oder den Kinderhort zu erfahren.
Zugleich soll ihnen Gelegenheit gegeben werden, sich mit anderen Eltern über das jeweilige Thema auszutauschen.
Für die Zukunft ist des uns wichtig, verstärkt mit den Eltern zusammen zu arbeiten in Form von Elternabenden und Elternstammtischen.
Weitere Formen unserer Zusammenarbeit sind ansprechend gestaltete Elternbriefe und Elternfragebögen.
Diese Art der Zusammenarbeit hat sich in unserer Einrichtung sehr bewährt.

  

 

Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

Rathaus

 

Wir bemühen uns um eine gute Zusammenarbeit (Kontakte, Besuche) mit folgenden Institutionen:

  • Schulen (Grund-, Mittel-, Real- und Förderschule Regen, Gymnasium Zwiesel)
  • Jugendamt
  • Erziehungsberatung
  • Sozialpädagogische Familienhilfe
  • Fachakademien
  • Kindergärten (St. Michael)
  • Horte

 

   
Die Einzigartigkeit unseres Hortes wird von allen Beteiligten, die hier im Hort leben, bestimmt, durch ihre Persönlichkeit und ihr Zusammenspiel.


 

 

Nachtrag zum Jahr des Kindes  

 

I bin jemand, zwengs dem se der Nachbar beschwert,
 weil mei Spui de Mittagsruah stört,
 jemand, zwengs dem ma überall auf der Welt
" Betreten verboten" - Schuider aufstellt,
 jemand, der wo erreichen des sollt,
 wos der Vater als Junger gern hätt gwollt,
 a Zahl auf am Konto fürs Kindergeld,
 für d´Psychologen a Forschungsfeld,
 wia fruah daß ma rechnen und schreiben lerna ko,
 womöglich vielleicht als Embryo scho.
 in Scheidungsfällen a Streitobjekt,
 jemand, den wo de Reklame entdeckt,
 als Großkonsument für Guatl, Schoklad,
 de Grundsubstanz fürn Bestand von am Staat,
 beim Wohnungskriagn a Hindernisgrund,
 bei Politikerfotos a Zuagab, schee bunt,
 fürs Jahr des Kindes a Aushängeschuid.
 Ma siehgt, welche Rolln as Kind heut doch spuit.
 Bloß spuiat i öfter gern gar koa Rolln,
 i daad öfter einfach - a Kind bloß sei wolln.
 

  

 

MITTAGSTISCH

Der Hort übernimmt die Verpflegung
der Kinder mit Mittagessen und Getränken.

 

Brot

 

 

 

 

 

Gesundheit und Ernährung

 

Großen Wert legen wir außerdem auf eine ausgewogene Ernährung. Wir achten auf einen "eingeschränkten Verzehr" von Süßigkeiten.
Das Mittagessen beziehen wir vom Förderlehrgang. Bei der Gestaltung des Speiseplans versuchen wir die Kinder miteinzubeziehen. Hierzu finden Besprechungen mit den beteiligten Einrichtungen statt. 

 

Mittagstisch1

Mittagstisch